Unsere FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Online-Tool und zur Selbstanalyse der MINT-Qualitätsoffensive

ZIELGRUPPE & ZIELE DES ONLINE-TOOLS

Für wen eignet sich das Online-Tool?

Das Tool richtet sich an außerschulische MINT-Initiativen, also z.B. Schülerlabore, Schülerforschungszentren oder Vereine, die konkrete MINT-Projekte für bestimmte Zielgruppen anbieten. Wenn innerhalb der Initiative und in den konkreten Projekten das Interesse und die Bereitschaft besteht, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen und Anhaltspunkte für Verbesserungspotenziale zu erhalten, dann ist das Online-Tool das richtige Werkzeug.

Wo liegt der Unterschied zwischen Initiative und Projekt? Warum ist das für die Nutzung des Online-Tools wichtig?

Auf der Website der MINT-Qualitätsoffensive und im Online-Tool wird immer wieder von Initiative und Projekt gesprochen.

Initiative:

Unter Initiative verstehen wir das Dach, unter dem konkrete MINT-Projekte angeboten werden. Bei einer Initiative handelt es sich somit beispielsweise um einen Verein, eine gGmbH, eine Stiftung oder Ähnliches. 

Projekt:

Projekte sind dann wiederum die konkreten Angebote, die unter dem Dach einer Initiative angeboten werden. Sie richten sich direkt an unterschiedliche Zielgruppen. Ein Projekt zählt als Projekt, wenn es mehrmals stattfindet. Dies kann regelmäßig sein (z.B. eine AG, die einmal die Woche stattfindet), einmal pro Jahr (z.B. ein Wettbewerb, der einmal jährlich stattfindet) oder unregelmäßig über das Jahr verteilt (z.B. ein Kurs, der mehrmals im Jahr angeboten wird, sobald ausreichend TeilnehmerInnen gefunden sind).

Ein Beispiel:

Der Schlauberger e.V. (Initiative) bietet drei unterschiedliche Projekte an:

  1. Einen Online-Fortbildungskurs für Lehrerinnen und Lehrer in MINT-Fächern, der zweimal im Jahr durchgeführt wird.
  2. Ein 2-tägiges Experimentierangebot für Grundschulkinder, das mehrfach mit unterschiedlichen Schulen und Klassen während des Schuljahrs durchgeführt wird.
  3. Einen Schülerwettbewerb, der einmal pro Schuljahr mit unterschiedlichen Schulen durchgeführt wird.

Für das Online-Tool ist die Unterscheidung zwischen MINT-Initiative und Projekt wichtig, da sich eine MINT-Initiative im Online-Tool einmalig registrieren muss, um das Tool nutzen zu können. Einmal registriert, können innerhalb des Accounts der Initiative dann beliebig viele Projekte angelegt werden.

Die Selbstanalyse wird immer auf Ebene eines konkreten Projekts durchgeführt. Für jedes eigenständige Projekt wird also eine eigene Selbstanalyse durchgeführt.

Was kann das Online-Tool (nicht)?

Das Online-Tool unterstützt Sie bei der Reflektion Ihrer konkreten Angebote. So erhalten Sie einen Eindruck davon, wie gut Ihr Projekt bereits aufgestellt ist und an welchen Stellschrauben Sie noch drehen können, um das Wirkungspotenzial des Projekts auszuschöpfen. Jedoch sind Sie die Expertin bzw. der Experte in Ihrem Projekt und kennen Ihre Zielgruppe am besten. Eine Selbstanalyse hat daher den Vorteil, dass Sie auch entscheiden können, welche Kriterien auf Ihr Projekt passen und auf welche Sie mehr oder weniger Wert legen möchten.

Dabei ist klar: die Selbstanalyse Ihres Angebots beruht auf Ihren eigenen Einschätzungen und hat hinsichtlich der Vergleichbarkeit und Objektivität der Ergebnisse Grenzen. Daher wird empfohlen, auch andere Formen der Evaluation Ihres Projektes in Betracht zu ziehen. Denn mit dem Online-Tool können Sie nicht direkt die Wirkung Ihrer Projekte analysieren oder gar messen. Es soll dazu beitragen, dass Sie sich darüber bewusst werden, welche Wirkungen Sie erzielen möchten und welche Faktoren dabei helfen, die Ziele auch zu erreichen. Es dient damit auch der Schärfung der eigenen Wirkungsorientierung.

Das Online-Tool soll und kann aus den genannten Gründen nicht dazu dienen, eine Vergleichbarkeit zwischen MINT-Initiativen herzustellen oder als eine Art Kontrollinstanz zu funktionieren. Es soll vielmehr als Lernwerkzeug begriffen werden, welches für möglichst viele MINT-Lernorte und –Initiativen Verbesserungen anstößt, die den jeweiligen Zielgruppen zugutekommen.

Die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen, wird Sie Zeit, Mühe und Nerven kosten. Sie werden Überzeugungsarbeit leisten müssen, bei anderen und bei sich selbst, Sie werden auf Widerstände stoßen oder sich gelegentlich im Dickicht der Details verlieren. Einerseits. Andererseits verspricht dieser Prozess auch reichlich Ertrag. Sie lernen, wie gut Sie Ihre Zielgruppen erreichen, wie erfolgreich Ihr Angebot ist und in welchen Bereichen Sie es noch verbessern können. Kurz: Die Selbstanalyse Ihres Angebots hilft Ihnen und Ihrem Team dabei, die vorhandenen Mittel deutlich effektiver einzusetzen und so noch ein bisschen besser dazu beizutragen, Kinder und Jugendliche für MINT-Themen zu begeistern.

NUTZUNG DES ONLINE-TOOLS

Wie ist die Selbstanalyse aufgebaut?

WICHTIG: Die Selbstanalyse wird immer auf Ebene eines konkreten Projekts durchgeführt. Für jedes eigenständige Projekt wird also eine eigene Selbstanalyse durchgeführt.

Die Selbstanalyse ist nach drei Kategorien gegliedert:

  • Angebotsqualität
  • Ressourcenqualität
  • Ergebnisqualität.

Insgesamt verbergen sich hinter den drei Kategorien acht Kriterien mit zwei bis drei Fragen. Hinzu kommen Fragen zu den Wirkungszielen Ihres Projekts. Zu Beginn der Selbstanalyse wählen Sie maximal fünf Wirkungsziele aus, zu denen Sie jeweils 3 Fragen beantworten. Je nach Anzahl an ausgewählten Wirkungszielen umfasst die Selbstanalyse somit mindestens 22 und maximal 34 Fragen.

Grafik: Nationales MINT Forum e.V.

Nach einer kurzen Einleitung in den jeweiligen Qualitätsbereich werden die Fragen zu den jeweiligen Erfolgskriterien gestellt. Dabei müssen nicht alle in der Selbstanalyse abgefragten Erfolgskriterien für Ihr Projekt relevant sein. Zum Beispiel ist für ein Projekt, das digitale Angebote bereitstellt, die räumliche Ausstattung der Lernorte nicht entscheidend.

Hier gilt: Sie kennen Ihr Projekt am besten! Können Sie eine Frage nicht sinnvoll beantworten, schließen Sie diese über die Antwortmöglichkeit „Trifft aktuell auf mein Projekt nicht zu“ von der Selbstanalyse aus.

Zu jeder Frage erhalten Sie über den Infobutton oben rechts weiterführende Informationen, wenn Sie diese benötigen.

Jedes einzelne Kriterium lässt Aussagen zur Qualität Ihres Angebots zu, alle zusammen ergeben ein Gesamtbild.

Für eine vollständige Übersicht über die Fragen der Selbstanalyse können Sie den Orientierungsrahmen „Wirkungsvolle Arbeit außerschulischer MINT-Initiativen“ heranziehen. Dieser liegt dem Online-Tool zugrunde.

Wie ist die Bewertungsskala aufgebaut?

Sie bewerten ein Angebot Ihres außerschulischen MINT-Lernorts, also ein konkretes Projekt. Anhand der Bewertungsskala können Sie Ihr Angebot verorten und eine Einschätzung erhalten, wo Ihr Angebot hinsichtlich Qualität und Wirkungsorientierung steht. 

 

Die Bewertung erfolgt entlang einer 10er-Skala. Die Bewertung mit den Werten 1 bis 4 steht für eine mäßige Leistung in dem bewerteten Bereich, hier besteht bei Ihrem Angebot noch Entwicklungsbedarf. Eine Bewertung mit den Werten 5 bis 6 beschreibt einen guten Qualitätsstandard. Sollten Sie Ihr Angebot mit einer 7 oder höher bewerten, leisten Sie sogar überdurchschnittlich viel in dem bewerteten Bereich. Hier ist Ihr Projekt sehr gut aufgestellt. 

Die Antworten je Erfolgskriterium werden in den Schritten 1 bis 2, 3 bis 4, 5 bis 6, 7 bis 8 und 9 bis 10 zusammengefasst. Wenn Sie sich für eine Antwort entschieden haben, wählen Sie bitte eine der beiden Punktzahlen. Damit haben Sie die Möglichkeit, innerhalb einer Antwort differenziert und gegebenenfalls mit Tendenz nach oben oder nach unten bewerten zu können. 

Wichtig: Bei vielen Kriterien bauen die Werte aufeinander auf. Wo das so ist, steht das Wort „zusätzlich“ vorangestellt und das heißt: um eine 7 und höher zu erreichen, müssen Sie zuvor die Punkte für eine 5 bis 6 umgesetzt haben. Die Umsetzung eines guten Qualitätsstandards ist also Voraussetzung dafür, eine sehr gute Bewertung zu erhalten (7 und höher). Das Gleiche gilt für den 9- bis 10-Punkte-Bereich. Hier sollten Sie vorher die Punkte für die Bewertung mit 7 oder 8 erreicht haben.

Wer kann die Selbstanalyse bei uns durchführen?

Prinzipiell kann jede Projektmitarbeiterin und jeder Projektmitarbeiter die Selbstanalyse durchführen. Voraussetzung ist, dass er oder sie das Projekt gut kennt und mit dem Projektkonzept etwas vertraut ist.

Wir legen Ihnen jedoch nahe, ein Team zusammenzustellen um die Selbstanalyse durchzuführen. Diesem Team müssen nicht zwangsläufig viele Personen angehören. Vielmehr kommt es darauf an, dass das Team verschiedene Positionen und Blickwinkel vereint, denn nur so erhalten Sie ein differenziertes Bild.

Sie und die anderen Teammitglieder klicken sich durch die Selbstanalyse und nehmen eine ehrliche Bewertung der Fragen vor. Besprechen Sie Ihre Auswahl im Team. Diskutieren Sie Ihre individuellen Einschätzungen. Manchmal hilft auch eine Moderation durch jemanden, der nicht am Analyseprozess beteiligt ist. Ziel ist es, dass Sie in den Austausch kommen und am Ende eine gemeinsame Bewertung zu jeder Frage abgeben.

Weitere Teammitglieder können Sie über das Profil Ihrer MINT-Initiative als Nutzer in das Online-Tool einladen.

Wie viel Zeit muss ich für die Durchführung der Selbstanalyse einplanen?

Die Dauer der Durchführung hängt stark von Ihnen und Ihrem Team ab. Ein schnelles Klicken durch die Selbstanalyse kann in 60 bis 90 Minuten erfolgen. Die ausführliche Diskussion einzelner Fragen kann hingegen mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Unser Rat ist: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Durchführung der Selbstanalyse. Verteilen Sie die Durchführung der Selbstanalyse ggf. auch auf mehrere Tage. Der Zwischenstand Ihrer Antworten wird automatisch gespeichert und Sie können zu einem späteren Zeitpunkt eine bereits begonnene Selbstanalyse weiterführen.

Gibt es ein Beispiel, wie eine mögliche Nutzung des Online-Tools aussehen kann?

Für ein Beispiel aus der Praxis greifen wir auf den Schlauberger e.V. zurück.

Der Schlauberger e.V. möchte erstmalig eines seiner Projekte evaluieren, den Online-Fortbildungs-Kurs für Lehrerinnen und Lehrer in MINT-Fächern. Der Online-Kurs verzeichnet überdurchschnittlich viele Seitenaufrufe, was auf eine starke Nachfrage schließen lässt, gleichwohl ist die Anzahl wiederkehrender Besucherinnen und Besucher sehr niedrig. Auf gut Deutsch: Viele User frequentieren die Website und zeigen Interesse, aber wenn sie weggeklickt haben, kommen sie auch nicht wieder – aus den Augen, aus dem Sinn. Der Schlauberger e.V. möchte ermitteln, warum das so ist und wie er die User an sich binden kann.

Im Schlauberger e.V. arbeiten ein ehrenamtlicher Vorstand, eine Geschäftsführung, eine Mitarbeitende für Öffentlichkeitsarbeit, drei Projektleitende, zehn Mitarbeitende und drei studentische Hilfskräfte. Im zu evaluierenden Projekt sind ein Projektleitender sowie fünf Mitarbeitende und eine studentische Hilfskraft beschäftigt.

Dem Analyseteam gehören der Projektleitende, zwei Projektmitarbeitende sowie das für inhaltliche Fragen zuständige Vorstandsmitglied an.

Das Team trifft sich alle zwei Wochen und bewertet und diskutiert die Fragen im Online-Tool. Dabei diskutieren die Teammitglieder sämtliche Kriterien und legen zugleich Bewertungsmaßstäbe fest. Auch wird darüber entschieden, ob alle Fragen zutreffend sind oder teilweise Fragen aus der Analyse ausgenommen werden (über „Trifft aktuell nicht auf mein Projekt zu).

Heiß diskutiert werden vor allem die Unterkriterien „Bedarfslage“ und „Anschlussfähigkeit“. Das Team vermutet, dass die Zielgruppe – Lehrerinnen und Lehrer – viel stärker eingebunden werden müsste, um das Online-Angebot bedarfsgerechter zu gestalten und so mehr Folgebesuche zu generieren.

Nach dem dritten und letzten Treffen werden die Ergebnisse betrachtet. Über die Download- und Druckfunktion werden die Ergebnisse für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Der Schlauberger e.V. hat sich dafür entschieden, eine kurze PowerPoint-Präsentation zu entwerfen, in der die Ergebnisse zusammengefasst werden und diese der Geschäftsführung vorgestellt.

Die Geschäftsführung und der für inhaltliche Fragen zuständige Vorstand nutzen das nächste Treffen des Gesamtvorstands, um einerseits über die Ergebnisse zu berichten und andererseits einen regelmäßigen Analyseprozess anzuregen.

Wir haben mehrere Projekte, die wir analysieren möchten. Ist das möglich?

Innerhalb einer MINT-Initiative können Sie mehrere Projekte mit Hilfe des Online-Tools analysieren.

Mit Ihrer MINT-Initiative müssen Sie sich einmalig im Online-Tool registrieren. Dann haben Sie die Möglichkeit, über „Neues Projekt anlegen“ unbegrenzt viele verschiedene Projekt innerhalb Ihrer Initiative anzulegen. Für jedes Projekt können Sie dann wiederum beliebig viele Selbstanalysen durchführen.

Während der Durchführung einer Selbstanalyse gilt immer zu beachten: Konzentrieren Sie sich auf das gerade betrachtete Projekt! Alle Fragen in der Selbstanalyse beziehen sich auf die Projektebene und somit auf das aktuell fokussierte Projekt. Übergeordnete Aussagen zu mehreren Projekten oder zur gesamten Arbeit der Initiative sind nicht möglich!

Unser Tipp: Sollten Sie beabsichtigen, mehrere Projekte zu analysieren, beginnen Sie mit einem kleineren, bereits gut etablierten Projekt. Das erleichtert die Orientierung innerhalb des Fragenkatalogs und ist eine gute Ausgangsposition für die Betrachtung weiterer, vielleicht komplexerer Projekte innerhalb Ihrer Initiative. 

Was mache ich, wenn die Fragen im Online-Tool nicht auf mein Projekt passen?

Nicht alle im Tool abgefragten Kriterien müssen für Ihr Projekt relevant sein. Zum Beispiel ist für ein Projekt, das digitale Angebote bereitstellt, die räumliche Ausstattung der Lernorte nicht entscheidend. Sie haben für jede Frage die Möglichkeit, die Antwort „Trifft aktuell auf mein Projekt nicht zu“ auszuwählen. 

Bitte beachten Sie bei der gesamten Selbstanalyse: Sie kennen Ihr Projekt am besten! Können Sie eine Frage nicht sinnvoll beantworten, schließen Sie diese über die Antwortmöglichkeit „Trifft aktuell auf mein Projekt nicht zu“ von der Selbstanalyse aus. 

Wozu dient das freie Textfeld unter jeder Frage in der Selbstanalyse?

Nach jeder Frage erwartet Sie ein offenes Textfeld. Hier können und sollen Sie beschreiben, worauf sich Ihre Einschätzung stützt. Begründen Sie Ihre Bewertung zu der jeweiligen Frage in einem kurzen, rein deskriptiven Text. Beschreiben Sie den Ist-Zustand und etwaige Lücken. Dieser Text dient Ihrer Selbstreflexion und hilft Ihnen dabei, Ihre Bewertung auch später noch nachvollziehen zu können. Eine Übersicht über Ihre Selbstreflexion erhalten Sie am Ende der Selbstanalyse im Ergebnisteil.

ARBEIT MIT DEN ERGEBNISSEN

Wie und in welcher Form erhalte ich die Ergebnisse der Selbstanalyse?

Eine Übersicht über die Ergebnisse Ihrer Bewertung erhalten Sie nach Abschluss einer Selbstanalyse auf der Ergebnisseite.

Zusammengefasst dargestellt werden die Ergebnisse in zwei Spinnendiagrammen:  Eine Spinne für Angebots- und Ressourcenqualität, eine weitere Spinne für die Fragen zur Ergebnisqualität. Diese Spinnendiagramme können Sie über den Download-Button als Bild herunterladen und so für die Kommunikation der Ergebnisse nutzen.

Darüber hinaus umfasst die Ergebnisseite eine Auflistung aller Fragen mit Ihren Antworten sowie die Angaben aus den offenen Textfeldern zu jeder Frage (sofern diese ausgefüllt wurden). Diese Ergebnisse können Sie über den Download-Button am unteren Ende der Ergebnisseite als Excel-Datei downloaden.

Um alle Ergebnisse auf einen Blick zu erhalten und diese beispielsweise in Ihren Unterlagen abzulegen, empfiehlt es sich zusätzlich, die Ergebnisseite über den Browser auszudrucken bzw. als PDF zu speichern. Rufen Sie hierzu in Ihrem Browser die „Einstellungen“ auf und wählen Sie „Drucken“ aus. Nun können Sie auswählen, ob Sie die Seite drucken oder als PDF abspeichern möchten. Dies funktioniert auch über die Tastenkombination STRG+P.

Wie kann ich die Ergebnisse sinnvoll nutzen?

Die Analyse und Ergebnisse sind das eine, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, etwas anderes. Entscheidend ist, dass Sie das gesamte Bewertungsverfahren als Chance verstehen, zu lernen und sich zu verbessern. Die Kriterien sind kein Korsett! Vielmehr bilden sie das Grundgerüst für Optimierung, Verbesserung und für gemeinsames Lernen.

Um lernen zu können, braucht es entsprechende Strukturen und Räume zum Austausch. Als effektiv haben sich regelmäßige Reflexionsrunden erwiesen. Diese können Sie beispielsweise im Nachklapp einer Analyse durchführen.

Hilfreich in diesem Zusammenhang sind folgende Fragen:

  • Zu welchen neuen Erkenntnissen sind wir durch die Selbstanalyse gekommen?
  • Welche Optimierungsmöglichkeiten haben wir kennengelernt?
  • Welche neuen Fragen sind aufgetaucht?
  • Was hätten wir im Rückblick anders machen sollen?
  • Was bedeuten die Ergebnisse aus der Selbstanalyse für unsere Praxis?
  • Wie integrieren wir die Erkenntnisse in unseren Projektalltag?
  • Was wollen wir tun und was soll passieren?
  • Wie vermeiden wir es, Fehler zu wiederholen?

Halten Sie Entscheidungen und Gelerntes fest und machen Sie diese Aufzeichnungen anderen zugänglich. Damit die Erkenntnisse nicht in Schubladen verschwinden, legen Sie sie auf Wiedervorlage und besprechen Sie regelmäßig den Stand der Umsetzung.

Mit der Selbstanalyse Ihres Projekts haben Sie schon einen zentralen und wichtigen Schritt getan. Dabei kommt es in der nun folgenden Zeit nicht darauf an, sofort und wahllos an Stellschrauben zu drehen. Setzen Sie Ihre Energie lieber stetig ein: Bleiben Sie im Prozess, lernbereit und offen für Entwicklungen. Entscheidend ist die grundsätzliche Haltung, mit der Sie zu Werke gehen: Qualitätsmanagement und Zielgruppenfokussierung sind keine Motivationsbremsen, sondern Erfolgsgaranten für sinnstiftende Arbeit.

Wie kann ich die Ergebnisse kommunizieren?

Zunächst einmal: Ja, kommunizieren Sie die Ergebnisse! Wir möchten Sie ermuntern, Ihre Erfolge und Einsichten zu kommunizieren – gegenüber den Mitarbeitenden und externen Stakeholdern ebenso wie gegenüber der Öffentlichkeit. Die Ergebnisse Ihrer Selbstanalyse, angereichert mit Rahmendaten zur Initiative und dem konzeptuellen Hintergrund, bieten Orientierung – nicht nur Ihnen, sondern auch anderen Lernorten.

Die Ergebnisse können Sie beispielsweise regelmäßig in einem Bericht (Reporting) kommunizieren. Folgende Hinweise können wir Ihnen hierzu an die Hand geben:

Internes Reporting:

  • Das interne Reporting richtet sich an Vorstand, Führungskräfte, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende.
  • Betrachten Sie das Reporting bitte nicht als lästige Pflicht! Nutzen Sie es, um aus den Erkenntnissen gemeinsam zu lernen und einen Anstoß zur Qualitätsentwicklung zu geben.
  • Als geeignetes Format bietet sich eine mündliche Präsentation durch das Analyseteam an. Auch eine Diskussion auf Führungs-, Bereichs- und Teamebene wäre hilfreich.

Externes Reporting

  • Das Reporting kann auf freiwilliger Basis auch den (privaten) Förderern, der Zielgruppe, Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Verdeutlichen Sie dabei, dass es sich um eine Selbstanalyse und nicht um eine externe Evaluation handelt.
  • Die Ziele können darin bestehen, Rechenschaftspflichten nachzukommen, die eigene Arbeit zu rechtfertigen oder Ihre Glaubwürdigkeit zu unterstreichen.

Je nach Adressat und Beziehung empfehlen sich verschiedene Formate des Reportings. Mit Blick auf die Zielgruppe kann es genügen, die Erkenntnisse kurz zusammenzufassen; bei Kooperationspartnern ist eher ein persönlicher Austausch oder ein schriftlicher Report gefragt und bei Geldgebern gibt es womöglich dezidierte Anforderungen an die Berichtslegung. Wie auch immer: Entscheidend ist, dass das Format zum Adressaten passt.

KONTAKT & WEITERE INFORMATIONEN

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Online-Tool und zur Selbstanalyse habe?

 

Bei Fragen rund um die MINT-Qualitätsoffensive, das Online-Tool und die Selbstanalyse können Sie sich gerne wenden an

Teresa Moll

Projektleiterin MINT-Qualitätsoffensive

Tel: 040 40 80 81 92 – 197

Mail: moll@koerber-stiftung.de

 

Wo finde ich weitere Informationen, um mich mit dem Thema Qualitätsentwicklung und Wirkungsorientierung in meinem Projekt auseinanderzusetzen?

Weiterführende Literatur: 

PHINEO gAG/Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): „Kursbuch Wirkung: Das Praxishandbuch für alle, die Gutes noch besser tun wollen“, Berlin 2014. Online unter: https://www.phineo.org/kursbuch-wirkung oder unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/kursbuch-wirkung

Nickolaus, R./Mokhonko, S. (Hrsg.): „In fünf Schritten zum zielführenden Evaluationsdesign. Eine Handreichung für Bildungsinitiativen im MINT-Bereich“ (acatech MATERIALIEN), München 2016. Online unter: https://www.nationalesmintforum.de/fileadmin/medienablage/content/themen/aktuelles/2018/aktuelle-studien/2016/acatech_Materialband_Handreichung_MINT-Initiativen.pdf

Scheffler, D.: „BNE-Qualitätskriterien für Bildungsangebote außerschulischer AnbieterInnen im Land Brandenburg mit Entwicklungsstufen“, Trier 2015. Online unter: https://mluk.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/BNE-Qualitaetskatalog-BB.pdf

Stiftung Haus der kleinen Forscher/FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH (Hrsg.): „FreiRäume. Zum Entdecken und Forschen. Eine Fragen- und Ideenwerkstatt“, Berlin 2017. Online unter: https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/fileadmin/Redaktion/1_Forschen/Themen-Broschueren/Broschuere_Freiraeume_Froebel_2019.pdf

Weiterführende Links:

www.unterrichtsdiagnostik.com (Universität Koblenz-Landau)

www.phineo.org

www.haus-der-kleinen-forscher.de

www.nationalesmintforum.de